| Projektart |
Modernisierung und Erweiterung
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| Größe |
1600 m² (Bestand) + 525 m² (Neu) Wohnfläche
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| Bauweise |
Holzmassivbau (Aufstockung)
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| Fertigstellung |
2023
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| Besonderheiten |
Sanierung unter Bewohnung Nachverdichtung |
Nachverdichtung der Wohnsiedlung
Das Eckgrundstück an der Kreuzung Tannen- und Eichenstraße in Göppingen-Ursenwang lässt wenig Spielraum – die Wohnsiedlung liegt dicht, die Baustelleneinrichtung musste im Engen funktionieren. Das Mehrfamilienhaus aus den Jahren 1964/65 stand noch solide da: vier bis fünf Massivgeschosse mit Wohnungen, Schankstube, Frisörbetrieb und Tiefgarage im Untergeschoss. Die Aufgabe war Nachverdichtung im Bestand – aufstocken, barrierefrei erschließen, sanieren – ohne die laufende Nutzung vollständig zu unterbrechen.
Abschnittsweise unter Bewohnung
Gebaut wurde in zwei Abschnitten: zuerst der Bauteil an der Tannenstraße, dann der an der Eichenstraße, unter teilweiser Bewohnung. Der Bauteil Tannenstraße erhielt zwei zusätzliche Geschosse in Holzbauweise und einen vorgesetzten Aufzugturm, der die Barrierefreiheit für das gesamte Gebäude sicherstellt. Am Bauteil Eichenstraße wurde die Zugangssituation neu gefasst, der Zugang zum Untergeschoss treppenfrei geführt und eine Feuerwehr-Aufstellfläche angelegt. Die neue Balkonanlage wurde vor den Bestand gesetzt – so bleibt die Grundrissfläche innen erhalten. Die Aufstockung erfüllt den KfW-40-Standard.
Schnell und leicht in Holz
Wände und Decken der Aufstockung sind in Brettsperrholz (CLT) konstruiert – das hält Gewicht und Bauzeit auf dem engen Grundstück in Grenzen. Nach außen schließen Putzfassaden die neuen Geschosse ab und nehmen den Charakter des Bestands auf. Der Aufzugturm erhält eine Fassade aus Faserzementplatten, die ihn als eigenständiges Element lesbar macht. Die Balkonanlage wurde werksseitig aus Aluminiumprofilen vorgefertigt und abschnittsweise montiert.